Brandschutzunterricht

Brandschutzunterricht in den Grundschulen
 
BrandschutzunterrichtDer vorbeugende Brandschutz ist in der heutigen Zeit eine der wichtigsten Aufgaben der Feuerwehr. Nur wer sich bewusst ist, wie gefährlich der falsche Umgang mit Feuer sein kann, wird auch im Vorfeld richtig reagieren. So kann man in den seltensten Fällen Brandursachen als Brandstiftungen bezeichnen.
Vielfach liegt der Grund in der fehlenden Erziehung der Kinder im Umgang mit dem Feuer.
 
Dies liegt sicherlich auch daran, dass manche Eltern Angst haben, ihren Kindern die Handhabung damit zu erklären – sei es aus Besorgnis vor weiteren Spielereien oder aus eigener Unsicherheit heraus.
Aber warum sollte ein siebenjähriges Kind z.B. eine Kerze, einen Ofen o.ä. unter Aufsicht schlechter anzünden als ein Erwachsener? Vorausgesetzt, es hat eine richtige Anleitung erhalten.
 
Verbote reizen gerade dazu, das Unerlaubte doch zu auszuprobieren. Erlaubt man einem Kind jedoch im Beisein der Eltern etwas ganz legal anzünden zu dürfen, so fällt der Reiz weg, dieses in der stillen Ecke auszuprobieren.
 
BrandschutzunterrichtBereits 1986 startete die Freiwillige Feuerwehr Rheindahlen ein Experiment in den Grundschulen des Bezirkes, in dem man den Kindern das „Kleine 1 x 1“ des Brandschutzes vermitteln wollte. Die Erfahrung der vielen Jahre jeweils in den 2. Klassen der Will-Sommer- und der Gemeinschaftsgrundschule haben gezeigt, wie wertvoll der Unterricht ist. So ist der Feuerwehr Rheindahlen bis heute kein einziger Einsatz mehr bekannt geworden, bei dem ein Kind als Verursacher ermittelt wurde. Ganz im Gegenteil sogar. Nach einem der Unterrichte hat ein Kind zuhause so lange den Staubsauger seiner Mutter ausgestellt, bis diese von einem Fachmann das defekte Kabel erneuern ließ. In der Schule hatte der Junge gelernt, dass auch durch ein nicht ordnungsgemäßes Stromkabel ein Brand entstehen könnte.
 
In einem fünfstündigen Unterrichts-Programm wird den Kindern u.a. folgendes Wissen vermittelt:
  • Aufgaben der Feuerwehr
    Hierzu gehören nicht nur die Brandbekämpfung. Auch technische Hilfeleistungen wie Ölspuren beseitigen, Wasserpumpen, umgestürzte Bäume zersägen, Rettungsdienst und vieles mehr.
  • Allgemeines über Feuer
    Ist Feuer immer gefährlich? Im täglichen Leben begegnet einem das Feuer immer wieder. Ob am Gasherd, offenen Kamin, Lagerfeuer usw.
  • Richtiger Umgang mit dem Feuer
    Wie zünde ich korrekt ein Streichholz und eine Kerze an. Nur wer gelernt hat, welche Folgen die falsche Handhabung auslösen kann, wird sich richtig verhalten
  • Verhalten bei Schadensfällen
    Was muss ich tun, wenn jemand Hilfe braucht. Nicht weglaufen, sondern reagieren. Auch Kinder sind in der Lage Hilfe zu leisten.
  • Verschiedene Möglichkeiten, die Feuerwehr zu alarmieren
    Keine böswilligen Alarmierungen. Welche Konsequenzen ergeben sich hieraus. Nicht nur das Telefon kann benutzt werden, um Hilfe zu holen. Wie gebe ich einen Notruf durch.
  • Verhalten bei Feuer
    Was muss ich tun, wenn trotz aller Vorsichtsmaßnahmen doch mal etwas passiert ist. Wer sich richtig zu verhalten weiß, gerät auch nicht in Panik
  • Ablauf und Sinn des Probealarmes
    Vorbereitung auf den Ernstfall. Wie sollte die Klasse richtig reagieren. Warum stellt man sich auf dem Schulhof auf?

Dies ist natürlich nur ein grober Auszug aus dem Programm. Und selbstverständlich basiert das Ganze nicht nur auf theoretischem Wissen sondern auch auf Rollenspielen, praktischen Übungen u.ä. Die abschließende Besichtigung des Gerätehauses ist selbstverständlich Ehrensache. Hier wird den Kindern anhand einer Vernebelungsmaschine noch gezeigt, welche Verhaltensregeln man in einem verrauchten Raum beachten sollte.
Zum Schluss dürfen die Kinder dann ihr Können unter Beweis stellen, indem sie in Feuerwehrkleidung einen Löschangriff auf ein Holzhäuschen vornehmen können.
 
        

An alle Erwachsenen möchten wir appellieren, mitzuhelfen und uns in dieser vorbeugenden Maßnahme zu unterstützen. Für Fragen stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung.
 
Ihre Freiwillige Feuerwehr Rheindahlen

 
Nachstehend die Bilder der Klasse 2B von Frau Grün am 27.05.2008:
 
        

        


 
Rheinische Schule für Körperbehinderte 13.06.2008: