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Tipps & Ratschläge

Brand im Hochhaus! Was tun?
 
Auch in Rheindahlen gibt es solche Gebäude größerer Höhe. Südwall, Gerkerather Mühle oder Hohe Straße sind einige Beispiele hierfür. Keiner darf sagen: „Bei uns gibt es so was nicht!“ oder „Bei uns passiert eh’ nichts!“ Dieser Artikel soll vor allem Bewohner solcher Gebäude für derartige Szenarien sensibilisieren.
 
Wenn es in Hochhäusern brennt, sind die Eingrenzung des Brandherdes und seine Bekämpfung eine besondere Herausforderung für die Feuerwehr. Auf engem Raum sind Menschen - auch in noch nicht vom Brand direkt betroffenen Wohnungen - in großer Gefahr. Deshalb ist es besonders Wichtig, die „Rettungswege“ und alle Einrichtungen intakt zu halten, die ein Ausbreiten des Brandherdes verhindern und eine wirkungsvolle Brandbekämpfung unterstützen. Folgende Punkte sind hierbei besonders wichtig:
 
1. Die im Haus verteilten Feuermelder müssen gut erreichbar bleiben. Missbrauch ist in jedem Fall strafbar.
2. Die Zufahrtswege für die Feuerwehr müssen unbedingt und immer freigehalten werden. Wer in den so gekennzeichneten Bereichen verbotswidrig parkt, muss mit Abschleppen rechnen. Und wer im akuten Brandfall den Weg versperrt, hat für alle Beschädigungen an seinem Fahrzeug und sonstigen Folgekosten aufzukommen.
3. Um mit Großfahrzeugen der Feuerwehr zu den Hochhäusern zu gelangen, sind besondere Aufstellflächen ausgewiesen und gekennzeichnet. Werden diese durch private Fahrzeuge oder ähnliche versperrt, ist der wirksame Brandbekämpfungseinsatz der Feuerwehr erheblich gefährdet. Die Verursacher tragen alle Folgen.
4. Hydranten müssen freigehalten werden. Wer einen Hydranten zuparkt, muss damit rechnen, dass sein Fahrzeug gewaltsam entfernt wird und er trägt auch hier alle Folgekosten.
5. Steigleitungen im Haus müssen intakt bleiben. In jedem Hochhaus befinden sich fest verlegte Leitungen, damit die Feuerwehr im Brandfall genügend Löschwasser auch in die oberen Geschosse leiten kann. Werden diese Leitungen beschädigt oder zerstört, dann kann dies im Brandfall zu sehr folgenreichen Verzögerungen bei der Brandbekämpfung führen.
6. Rauchschutztüren bitte intakt und geschlossen halten. Die selbst schließenden Türen in ihrem Hochhaus verhindern im Brandfall eine Ausbreitung des tödlichen Brandrauches. Wer diese Türen in Ihrer Funktion beschädigt oder Sie fahrlässig offen hält, macht sich schuldig.
7. Feuerlöscher gut sichtbar aufstellen. Feuerlöscher werden benötigt, um einen Entstehungsbrand ablöschen zu können. Hier geht es um Sekunden. Deshalb müssen Feuerlöscher immer in intaktem Zustand und gut auffindbar angebracht sein.
8. Flure und Treppenräume freihalten. Flure und Treppenräume sind nicht nur der Rettungsweg der Bewohner im Brandfall, sondern auch der erste Angriffsweg für die Feuerwehr. Sie müssen also stets frei bleiben und sind kein Abstellraum für sperrige Güter.
9. Wer warme oder brennende Gegenstände in den Schacht von Müllschluckern wirft, wird möglicherweise zum Brandstifter. Die Gefahr, dass sich hier wegen des Kamineffektes ein Brand entwickelt ist sehr hoch. Deshalb niemals heiße oder brennende Gegenstände in den Müllschacht werfen.
10. Aufzüge sind im Brandfall tabu. Die Benutzung kann tödlich enden. Der Brandrauch verhindert beispielsweise die Funktion der Lichtschranke und bildet eine tödliche Falle. Viele traurige Beispiele belegen das. Im Brandfall also niemals einen Aufzug benutzen, sondern den Treppenraum.
Beachte
Sollte es dennoch einmal in Ihrem Hochhaus brennen, warnen Sie alle Personen im Gefahrenbereich, soweit dies noch möglich ist. Rufen Sie den Notruf 112 an. Sagen Sie dort kurz und knapp wo es brennt, was brennt und wie viele Personen unmittelbar bedroht sind. Wenn Ihre Wohnung nicht direkt betroffen ist, verbleiben Sie in Ihrer Wohnung und achten Sie auf Anweisungen der Feuerwehr. Machen Sie sich an einem Fenster bemerkbar. Sollte Ihre Wohnung direkt betroffen sein, prüfen Sie, ob der Weg zum Treppenraum frei ist. Wenn ein Feuerlöscher gefahrlos erreichbar ist, löschen Sie den örtlichen Brand ab. Ist der Treppenraum frei, gehen Sie sofort nach unten und helfen Sie dabei anderen hilfsbedürftigen Menschen. Zwecks Registrierung und Informationsfluss in jedem Fall bei der Feuerwehr melden. Sollten Treppenräume bereits durch den Brand verraucht sein, verbleiben Sie in Ihrer Wohnung und schließen Sie die Türe. Begeben Sie sich in einem rauchfreien Raum, rufen Sie den Notruf 112 und machen Sie sich an einem Fenster bemerkbar. Achten Sie auf Signale der Rettungskräfte.
Wenn Sie diese Punkte beachten, schützen Sie zu aller erst Leben und Ihr Hab und Gut. Sie erleichtern die Arbeit der Rettungskräfte der Feuerwehr.
Bedenke
Schnell sind auch obere Etagen durch den Brandrauch betroffen.
Rettungswege sind infolge des Brandrauches schnell unbegehbar und nur noch unter schwerem Atemschutz zu erreichen.
Brandschutztipp Mai
Ein Service der Freiwilligen Feuerwehr Mönchengladbach - Einheit Rheindahlen
 
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